Noborder und Kritische Theorie – Kritik von Migrationskontrollen und die Perspektive der Befreiung

Seit Jahrzehnten verschärfen die Industriestaaten des Globalen Nordens ihre Migrationskontrollen.

Seit Jahrzehnten kritisieren linksliberale NGOs und Parteien diese Politik im Namen von „Flüchtlingsschutz“ und „Menschenrechten“. Doch ihre „sentimental humanitäre Sprache“, so formulierte schon Hannah Arendt polemisch, unterscheidet „sich oft nur um ein geringes von den Broschüder Tierschutzvereine“. Migrantische Basisorganisationen und Antira-Gruppen kritisieren radikaler. Sie fordern „globale Bewegungsfreiheit“ und „Papiere für Alle“.

Was das genau bedeutet, bleibt oft unklar. Wie begründet man NoBorder gegen die unweigerliche Ablehnung? In welchem Verhältnis steht menschenrechtsorientierte Kritik zu Noborder als Perspektive Perspektive radikaler Befreiung? Und wie hängen Migrationskontrollen und Kapitalismus zusammen? Der Workshop nähert sich Antworten, gestützt auf die kritische Theorien von Marx und der Frankfurter Schule.

by Fabian Georgi

Fabian Georgi, geboren 1978, Studium der Politikwissenschaften und Internationalen Beziehungen an der Freien Universität Berlin und der University of Kent. Mitglied von reflect!Nach Stationen in Berlin und Marburg seit November 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung im Forschungsprojekt »Die Transnationalisierung des Staates im Prozess der Entstehung einer gemeinsamen Europäischen Migrationskontrollpolitik«.