CONTEXT HACKING – Eine Lecture-Performance von Johannes Grenzfurthner

monochrom ist eine Kunst/Theorie/Bastelneigungsgruppe, besteht im Kern aus 9 Personen und wurde 1993 gegründet. Am Anfang stand die Idee, eine Zeitschrift oder ein Fanzine über Technik, Kunst und kulturelle Auseinandersetzung ins Leben zu rufen, aber diese mediale Einschränkung auf das Printmedium wurde schon bald gebrochen.

monochrom ist eine politische Gruppe, die auf unterschiedlichste künstlerische und aktionistische Art und Weise Statements abgeben möchte. Es geht uns darum, Content und Informationen zu verbreiten, wenngleich wir natürlich als missratene Kinder der Postmoderne durchaus wissen, dass uns das nie wirklich gelingen wird. Wie können wir Informationen unter die Leute bringen, wenn eigentlich niemand mehr zuhören möchte? Wir suchen die passenden Medien. Einmal ist es ein Kurzfilm, ein anderes Mal ein Essay, ein Computerspiel, ein Musical oder eine Aktion im öffentlichen Raum und nennen diese Praxis Context Hacking.

Der Begriff Context Hacking bezieht sich also auf unkonventionelle Formen des Storytelling und/oder der Intervention in herkömmlichen Prozessen von Kommunikation. Context Hacking ist eine spezifische Art des politischen Handelns, greift Paradoxa und Absurditäten des Gegenübers auf und macht diese zum Ausgangspunkt für Interventionen, indem es mit Darstellungen, Identitäten und Entfremdung spielt.

Johannes möchte ein paar Projekte vorstellen und auf unterhaltsame Weise über diese reflektieren.

Johannes Grenzfurthner ist Künstler, Autor, Kurator, Regisseur und Gründer der Kunst- und Theoriegruppe monochrom. Er lehrt Kunsttheorie und künstlerische Praxis an der FH Joanneum und hat einen Lehrauftrag für Kommunikationsguerilla an der Kunstuniversität Linz. Er ist Leiter des Festivals Arse Elektronika (Thema: Sex und Technologie) in San Francisco, Veranstalter der „Hedonistika“ (Thema: Essen und Technologie) in Montréal und Tel Aviv, sowie Co-Organisator der Roboexotica (Cocktail-Robotik). Sein erster Spielfilm war die Agitprop-Groteske „Die Gstettensaga: The Rise of Echsenfriedl“ und er arbeitet derzeit an zwei weiteren Spielfilmen: „Sierra Zulu“ und „Over Lunch“. Hielt Vorträge auf: SXSWi, O’Reilly ETech, FooCamp, Maker Faire, HOPE, Chaos Communication Congress, Google (Tech Talks), ROFLCon, Ars Electronica, Transmediale, Influencers, Biennale Sao Paulo, Mozilla Drumbeat Barcelona, Neoteny Camp Singapore, Columbia University, Carnegie Mellon University. Über ihn oder seine Projekte wurde bereits in der New York Times, Liberation, Spiegel, San Francisco Chronicle, CNN, Playboy, Reuters, Slashdot, Boing Boing, New Scientist, The Edge, LA Times, NPR, ZDF, Gizmodo, io9, Wired, Süddeutsche Zeitung, CNet oder dem Toronto Star berichtet. Wiederkehrende Themen in Johannes theoretischer und künstlerischer Arbeit sind: zeitgenössische Kunst, Aktivismus, Performance, Humor, Philosophie, Postmodernismus, Medientheorie, Cultural Studies, Sex-Tech, Populärkultur, Subversion, Science Fiction, Copyright und geistiges Eigentum.