Arbeiten für’s Leben? Die Geschichte von Befreiungsbewegungen und die Utopie des guten Lebens für alle.

Wir wissen wohin wir gehen,
weil wir wissen
woher wir kommen
(Schmetterlinge, Proletenpassion)

Die Grünen sind aus einer Vielzahl sozialer Bewegungen der 1980er Jahre entstanden – aus der Frauen-, Friedens, Dritte Welt-, Umwelt-, Alternativökonomie- und Bürgerrechtsbewegung, aus Gewerkschaften und anderen Bürgerinitiativen. Die Wurzeln dieser Bewegungen reichen viel weiter zurück.

In diesem Workshop wird die Geschichte emanzipatorischer Bewegungen historisch untersucht. Immer hatten die Grünen einen Fokus auf die Lebenswelt; Arbeits- und Produktionsverhältnisse hingegen erhielten selten die Aufmerksamkeit, die sie verdienten. Doch geht es in Arbeits- und Lebenswelt gleichermaßen darum zu verhindern, dass bloß eine Minderheit gut leben und arbeiten kann. Das gute Leben für alle ist ein emanzipatorischer Stachel, der sowohl die Frage nach sinnvollen Arbeiten und gelungenen Leben antreibt.

Methodisch soll es darum gehen, die Bedeutung von Geschichte und Visionsarbeit gleichermaßen herauszuarbeiten. das gutes Leben und gute Arbeit in einem umfassenden Sinn als konkrete Utopie darzustellen, das eine lange Vorgeschichte hat, heute aber für vielfältige emanzipatorische Initiativen ein Leitbild und für eine Mosaiklinke ein hegemoniales Projekt werden könnte.

Videos, Lieder von Emanzipationsbewegungen (von Brot und Rosen bis „Proletenpassion“) und kurze Impulsinputs sollen einander abwechseln.

Andreas Novy ist seit 2010 Geschäftsführender Obmann der Grünen Bildungswerkstatt. Er ist Professor am Institut für Regional- und Umweltwirtschaft an der WU mit Spezialisierung in Entwicklungsforschung, Stadt- und Regionalentwicklung und Kuratoriumsvorsitzender der ÖFSE (Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung).