Workshop 1.2: Rechte Antworten auf die Krise

Die neuen EU-Länder rücken kräftig nach rechts: Erst war es Ungarn, danach kam Polen und schließlich Kroatien, wo seit den letzten Wahlen eine „Patriotische Koalition“ die Belange des Landes in die Hand nimmt und „endlich für Gerechtigkeit“ kämpfen will. Die Flüchtlingskrise hat gezeigt: Xenophobie ist im Osten Europas viel weiter verbreitet als im Westen, obwohl dort kaum Ausländer leben. Die rechten Antworten auf die Krisen vereinfachen komplexe Probleme und machen sie scheinbar leicht lösbar. Das “eigene Volk” soll zuerst kommen. Diejenigen, die nicht dazu gehören, werden als Sündenböcke herangezogen.

In diesem Workshop geht es um die Analyse rechter Versprechungen und um das Weltbild rechtsextremer Parteien. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Arbeitsbegriff der Rechten und deren Antiziganismus? Welche Rolle spielt Antisemitismus im Weltbild der Rechtsextremen, und in welchen Bildern und Aussagen ist dieser heute noch zu erkennen?

Magdalena Marsovszky ist Kulturwissenschafterin und Lehrbeauftragte der Hochschule Fulda. Sie forscht und arbeitet u.a. zu Rassismus, völkischen Ideologien, Antiziganismus und Antisemitismus mit einem Fokus auf die Entwicklungen in Ungarn.