Workshop 2.6: Wann ist ein Mann ein Mann? Zur Bedeutung von Männlichkeit.

Was in unserer Gesellschaft als “männlich” oder “weiblich” gilt, wird uns von kleinauf beigebracht. Doch, so wie Weiblichkeit, ist auch Männlichkeit vielfältig und nicht auf eine handvoll Eigenschaften zu beschränken. Rollenbilder haben immer auch Auswirkungen auf gesellschaftliche Verhältnisse, auf Sphären der Arbeit, der Ökonomie, der Sexualität. Wir wollen uns der Frage widmen, welche Modelle und Entwürfe von Männlichkeit momentan vorherrschen und wie diese mit gesellschaftlichen Ungleichheiten verwoben sind.

Mit Paul Scheibelhofer wollen wir diskutieren, inwiefern die Zuschreibungen für Männer immer auch Zuschreibungen für Frauen bedeuten, in einer Gesellschaft, die von den Gegensätzen Mann und Frau ausgeht. Wie entstehen Vorstellungen und Rollenbilder von Männer und Frauen? Welche Rollen werden dabei Männern zugeschrieben? Wie lassen sich dominante Männlichkeitsmuster kritisieren und überwinden? Und wie kann der Notwendigkeit nach neuen, befreienden Vorstellungen von Männlichkeit nachgekommen werden?

Paul Scheibelhofer ist Sozialwissenschaftler und Geschlechterforscher sowie im Bereich der Sexualpädagogik tätig. Er lehrt an mehreren Universitäten in Österreich. Er forscht, lehrt und publiziert zu Kritischer Männlichkeitsforschung, geschlechtersensibler Pädagogik sowie sozialer Ungleichheit, Migration und Rassismus.