Workshop 3.3: Umkämpfte Begriffe – Sprache als politisches Werkzeug

Rechte Parteien beherrschen den politischen Diskurs. Mit der Verwendung von vereinfachten Erklärungen und emotionsbehafteten Begriffen erhalten sie immer mehr Zulauf. Ihre menschenverachtende Politik wird damit für breite Kreise der Bevölkerung zugänglich. Mehr und mehr Wähler*innen fühlen sich durch die Aufrufe der FPÖ angesprochen. Mit Begriffen wie Werte und Heimat erreichen sie die Menschen und zeichnen das Bild eines vermeintlich zusammengehörenden Volkes, das sich gegen Flüchtlinge wehren muss.

Um diese Dynamiken zu verstehen, wollen wir uns damit beschäftigen, wie politische Kommunikation funktioniert und wie sich gegebene Machtverhältnisse darauf auswirken. Wie entstehen dominante politische Sprach- und Denkmuster? Wie wird Hegemonie hergestellt? Anhand dieser Fragen wollen wir uns die Diskursstrategien der Österreichischen Parteien ansehen und analysieren. Worin sind sie erfolgreich? Woran scheitern sie?

Katharina Hajek hat Politikwissenschaft in Wien, Toronto und Berlin studiert und ist gegenwärtig Gastwissenschaftlerin an der TU Berlin. Sie schreibt ihre Dissertation zur Frage, wie sich die Familienpolitik in Deutschland in den letzten Jahren verändert hat und wie damit auch Geschlechter- und Reproduktionsverhältnisse transformiert werden. Sie arbeitet und forscht darüber hinaus zu politischen und feministischen Staats- und Demokratietheorien, zur Krisenpolitk sowie deren sozialen Auswirkungen in den letzten Jahren.

Benjamin Opratko ist Politikwissenschafter und Autor des Buches „Hegemonie. Politische Theorie nach Antonio Gramsci“. Er schreibt zur Zeit seine Dissertation Rassismus und Islamdebatten in Österreich und arbeitet am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Außerdem ist er Redakteur von mosaik-blog.at und unterstützt die Kampagne Aufbruch (aufbruch.or.at).