Workshops 2010

Workshopbeschreibungen:

Crash-Kurs: Einführung in die Bildungspolitik (Lotte Kreissler)

Österreich und Deutschland als Pisaverlierer? Kurze Einführung in die Bildungssysteme – Wir werden uns unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigen: Was hält uns vom Lernen ab? Wer verdirbt uns die Freude am Wissenserwerb? Wer wird von Bildung ferngehalten? Warum? Gibt es positive Ansätze im vorhandenen Bildungssystem? Wenn ja, welche?

Welche Art(en) von Bildung braucht diese Gesellschaft? Diese Welt?

Aspekte wie Aufgaben von Schule und Bildung, dreigeteiltes Schulsystem, Notengebung, Kompetenzen von LehrerInnen, Rechte von SchülerInnen, (versteckte) Potenziale des Systems, (versteckte) Selektionsmechanismen, Demokratisierung von Schule – Möglichkeiten und Grenzen,… und weitere Fragestellungen, die für die WorkshopteilnehmerInnen von Interesse sind, werden in Kleingruppen sowie im Plenum erörtert.

Anderes lernen, Andere Schule – Alternative Schulen und Lernkonzepte

(Lotte Kreissler)

Lernen wir nur für die Noten? – Historische Impulse – Summerhill und ihre Schwestern, Internationale Lern- und Schulinitiativen, libertäre, demokratische, alternative, freie Schulen, Reformpädagogik und was davon übrigblieb…Österreichische Wurzeln: Beispiele und Diskussion. Filmimpulse. Welche Menschenbilder stehen hinter den unterschiedlichen Lern- und Bildungssystemen? Ziele und Anliegen verschiedener Lern- und Bildungsansätze.

Gibt es die „Traumschule“? Wie sieht sie aus oder wie würde sie aussehen? Wer bzw. was trennt uns von Traumschulen? Ist ein Leben ohne Schule vorstellbar? Wie lernen Menschen, die nicht in die Schule gehen? Welche Arten von Lernen sind sinnstiftend?

Solche und weitere Fragen, die für die WorkshopteilnehmerInnen von Interesse sind, werden in Kleingruppen und im Plenum erörtert und eventuell mit einer gemeinsamen Resolution zur gewünschten Bildungslandschaft beendet.

Substanzkunde & Drugchecking (Maximilian Plenert)
Der Workshop besteht aus zwei Teilen. Der erste beschäftigt sich mit den Fragen: Was sind eigentlich Drogen? Wie und warum wirken bestimmte Stoffe? Gibt es natürlich und chemische Drogen? Hier sollen einige pharmakologische Grundlagen über die Wirkungsweise von psychotropen Substanzen vermittelt werden sowie ein Überblick über die verbreitetsten Substanzen gegeben werden. Dieser Teil richtet ganz explizit an Einsteigerinnen und Menschen ohne besondere Chemie / Pharmaziekenntnisse.

Zum zweiten Teil: Für KonsumentInnen illegalisierter Drogen ist der Schwarzmarkt meist die einzige Bezugsquelle. Inzwischen sind fast alle Arten von Drogen mit unterschiedlichsten Verunreinigen gefunden worden, diese reichen von relativ harmloser Lactose in Kokain und Coffein in Heroin bis hin zu Blei im Cannabis und Milzbranderregern in Heroin – letzteres war auch weitaus tödlicher als das hauptsächlich in Legenden auftauchende Strychnin. Neben einer kompakten Vorstellung von gefundenen Zusätzen, Streckmitteln und
Verunreinigungen in Drogen soll Drug-Checking vorgestellt werden – sowohl unter politischen als auch unter praktischen Gesichtspunkten.

Impro-Theater Workshop (Die Artischocken)

Spontaneität, Kreativität und Phantasie, das sind die Zutaten, aus denen unterhaltsames Improvisationstheater gemacht ist. Immer unterschiedlich, immer neu. Anders als beim klassischen Theater entwickelt sich beim Improvisationstheater alles spontan auf der Bühne.

Das Spiel mit dem Unvorhersehbaren, das Spielen im Moment, mit dem, was da ist, was kommt. Es gibt keine Drehbücher und Regieanweisungen, keine Requisiten oder Textvorlagen. Alles was geschieht, geschieht ohne vorherige Überlegungen, hängt ab von der Spontaneität der SpielerInnen, ihrem Einfallsreichtum und ihrer Bereitschaft, miteinander zu agieren.

Bevor eine Szene beginnt, holen sich die SpielerInnen Inspirationen aus dem Publikum, sie fragen Dinge ein, die in der Geschichte vorkommen sollen oder nach Orten, wo die Szene spielen soll. Das Publikum zählt den Countdown und dann geht’s los: von genial poetisch bis gnadenlos peinlich 😉

Religion im Unterricht – eine göttliche Sache? (Niko Alm)

In österreichischen Schulen gehört der konfessionelle Religionsunterricht genauso zur Selbstverständlichkeit, wie der Eintritt in dieselbe Glaubensgemeinschaft der Eltern kurz nach der Geburt. Auch wenn es dieser Selbstverständlichkeit in anderen Ländern längst nicht mehr gibt, hinterfragt hierzulande kaum jemand die Daseinsberechtigung nach einem derartigen Unterricht. Eine ergebnisoffene Diskussion darüber im Zusammenhang mit ergänzenden oder alternativen Angeboten wie einem Ethikunterricht wird einfach nicht geführt.

Wie ist die Situation international?

Auf welchen rechtlichen Grundlagen basiert der Religionsunterricht?

Womit wird gerechtfertigt, dass Kinder nach der Konfession ihrer Eltern in verschiedenen Unterrichten landen?

Was passiert mit Kindern konfessionsfreier Eltern?

Religionsunterricht vs. Ethikunterricht?

Was spricht für/gegen eine überkonfessionellen Ethik- und Religionenunterricht für alle (auch konfessionsfreie) Kinder?

u.v.m.

Queer-Theorie meets Bildungstheorie (Mag. Christine Rabl)

Während bildungspolitisch zur Zeit häufig die Organisation der Bildungsinstitutionen (besonders Schule und Universität) im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, geht es im Workshop vor allem darum, was wir unter Bildung verstehen können. Bildungstheoretische Zugänge beschäftigen sich im Wesentlichen mit der Frage wie wir die Entwicklung und Veränderung von menschlichen Selbst-, Fremd- und Weltverhältnissen fassen können – und mit welchen Zielen. Geschlechterbildung ist dabei immer ein Aspekt. Queere Theorieansätze und queere Politiken kritisieren eindeutige Identitätspolitiken (weiblich/männlich/heterosexuell) und Zweigeschlechtlichkeit und bieten damit auch für die Beschäftigung mit Bildung neue Herausforderungen. Im Workshop werden exemplarisch unterschiedliche bildungstheoretische Entwürfe und queere Ansätze anhand von kurzen Einführungen und Ausschnitten aus Texten erarbeitet, die wir gemeinsam hinsichtlich ihrer Implikationen für (Geschlechter-)Bildung diskutieren.

‚Brauntöne‘ – rechtsextreme Musik (Thomas Rammersdorfer)

11-jährige Kinder, die zu sanften Gitarrenklängen „aryan man awake“ trällern, der Lehrersohn, der gegen Schwule rappt, langhaarige Nazi-Satanisten, die zu Black Metal ihren Hass auf das „Judäo-Christentum“ rausschreien, das angeblich ihr „germanisches Blut“ unterdrückt – rechtsextreme Musik beschränkt sich längst nicht mehr auf den Skinheadrock oder folkloristische Marschmusik. Neonazis versuchen an unterschiedlichste Musikstile „anzudocken“ um ihre Ideen in immer mehr Szenen der Jugendkultur zu verbreiten. Rassistische, sexistische, nationalistische, antisemitische und gewaltverherrlichende Weltanschauungen haben in vielen Bereichen Fuß gefasst, in populären Stilen wie Metal oder Hiphop ebenso wie in den Nischen der Liedermacher-, Dark Wave-, Industrial- und Gothic-Szene.

Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie (Junge Linke)
Was hat es eigentlich auf sich mit dieser Art des Wirtschaftens? Jede_r findet’s
normal: Viele Leute brauchen einen Job, um an Geld zu kommen, also erstmal keines haben, es aber brauchen. Sie selbst haben es nicht in der Hand einen „Arbeitsplatz“ zu bekommen und verkaufen sich deshalb bei Leuten, die wohl den Beruf haben, „Arbeit zu vergeben“ — wenn ihre Geschäfte „wachsen“. Dass viele davon abhängig ist, wird hierzulande schnell zum Anlass genommen, den Unternehmen die Daumen für ihren Erfolg zu drücken.

Dass es haufenweise stressige Jobs gibt, die Menschen körperlich und psychisch fertig machen und nicht gerade viel zum Leben lassen, wird damit zur Kenntnis genommen, dass man froh sein kann überhaupt noch Arbeit zu haben. Schließlich droht einem ständig Arbeitslosigkeit, weil es anscheinend einfach „zu wenig“ Arbeit gibt.
Warum ausgerechnet wenig Arbeit kein Grund zur Freude, sondern für Armut ist; was
das eigentlich sein soll – ein „Job“ oder ein „Arbeitsplatz“; warum die Leute
ausgerechnet eine Sache, die man gar nicht essen kann „verdienen“ müssen und warum „die Wirtschaft“ eigentlich immer „wachsen“ muss — soll in diesem Workshop mal
nicht als „ist doch normal, muss man halt mit umgehen“ behandelt, sondern erklärt
werden. Gleichzeitig soll gezeigt werden warum die unschönen Phänomene der Armut im Kapitalismus tatsächlich normal, weil zu dieser Wirtschaftsweise notwendig
dazugehörend, sind und eine einführende Kritik an diesem Normalzustand geleistet
werden. Keine Vorkenntnisse erforderlich, es sind alle herzlich willkommen zur Diskussion.

Biodiversität (LAK Ökologie der Grünen Jugend Bayern)

Lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören. Die Erhaltung der Arten Biodiversidät stellt einem wichtigen ökologischen Beitrag da.

Ein Komplex, der eng mit Biodiversity zusammenhängt, ist Biopiraterie und bezeichnet die private Aneignung von Leben – Pflanzen oder Tieren – und ihren Bestandteilen oder Genen – und dem Wissen um seine Nutzung mit Hilfe sogenannter geistiger Eigentumsrechte. Geistige Eigentumsrechte schaffen für den Inhaber/die Inhaberin eine Art Monopol und führen zur Privatisierung von Erfindungen, Natur und Wissen.

Im Workshop wird es ein Einführung Rund um das geben und es werden einige Politische Forderungen erarbeitet

Geschlechterrollen und Bildung (LAK-Bildung der Grünen Jugend Bayern)
„Als Frau wird man nicht geboren, zur Frau wird man gemacht.“ dies stellte schon Simone de Beauvoir fest. Die Sozialisation hin zu bipolaren Geschlechtsbildern beginnt folglich gleich nach der Geburt. So wird in der Mädchen- oder Jungen-Abteilung nach „geeigneten“ Klamotten geschaut oder aber bewusst Spielzeug nach Geschlecht gekauft.
Wie gehen Bildungseinrichtungen mit Rollendenken um? Wir wollen uns in diesem Workshop bewusst werden, wo Kinder überall sozialisiert werden? Welchen Einflüssen Kindern und Jugendliche ausgesetzt sind? Und folgende Fragen klären: Welche Ansätze gibt es Kinder geschlechtssensibel/-neutral zu erziehen? Wie kann man Rollenbilder durch Bildung und Erziehung aufbrechen?
Was können Bildungseinrichtungen überhaupt leisten angesichts der Vergeschlechtlichung der Welt? Was hat es mit Undoing Gender – Doing Gender – Managing Gender auf sich und wann ist was sinnvoll?

Bologna und Lissabon – zwischen emanzipatorischem Bildungsbegriff und
Bildungsökonomisierung
(Sigrid Maurer)

Seit etwa 10 Jahren prägen 2 europäische Prozesse Hochschulbildung und-politik in ganz Europa. Der Bologna-Prozess, ursprünglich initiiert um Europas (friedliches) Zusammenwachsen zu fördern wurde in den vergangenen Jahren von zahlreichen Regierungen, RektorInnen, DekanInnen und ProfessorInnen für deren eigene Zwecke missbraucht während auf europäischer Ebene die EU-Kommission – teilweise erfolgreich – versuchte, Bologna stärker in eine Ökonomisierungsrichtung zu verschieben.

Der 2. Prozess, die Lissabon-Strategie,  wurde von der EU-Kommission gestartet.
Das erklärte Ziel: Europa bis 2010 zum international wettbewerbsfähigsten, dynamischsten, wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Obwohl wir heute sagen können dass beide Prozesse in ihren Zielsetzungen (zumindest bisher) gescheitert sind, haben sie die europäische Hochschullandschaft dauerhaft umgewälzt.
In diesem Workshop erarbeiten wir Basiswissen zu Bologna und Lissabon, stellen eine Analyse der neoliberalen Hintergründe an und diskutieren Gegenpositionen und Handlungsmöglichkeiten gegen die fortschreitende Verwirtschaftlichung von Bildung

Slam Poetry (Mieze Medusa)

ist Bühnenpoesie, ist Literatur, die sich besonders dazu eignet, vorgetragen zu werden – bei einem Poetry Slam. Textsorten wie Prosa, Lyrik, Rap, Tagebuch, (Stab-, Schüttel-)Reim und was uns sonst noch einfällt, sind gleichermaßen willkommen und geeignet, Hilfsmittel wie Clownsnasen etc. dagegen überhaupt nicht: Es geht um das performte Wort, es geht darum, den eigenen Texten Leben einzuhauchen und Spaß am Performen zu haben. Performance versteht sich als die Kunst, eine Brücke zum Publikum zu schlagen, bei den Zuhörerinnen und Zuhörern für offene Ohren zu sorgen. Im Workshop geht es um beides: Es geht darum, eigene Texte zu verfassen. Es geht aber auch darum beim Schreiben oder danach, die dem Text am besten zu Gesicht stehende Performance zu finden: Mal laut, mal leise, mal schnell sprechend, mal mit Stille arbeitend.
Vorbereitungsvorschlag / Themenauswahl:
– ironisches Liebesgedicht (Schmachte doch mal dein Autoradio an oder deinen Wecker)
– Wortfeldübung (Überleg dir ein Wortfeld und schreib eine kurze Liste mit möglichst speziellen Wörtern aus diesem Wortfeld. Was wir damit machen: dazu vor Ort)
WICHTIG: Vorbereitung ist Fleißaufgabe! Mit leerem Blatt seid
ihr mir genauso willkommen!

Antisemitismus – Chancen und Grenzen der Aufklärung (Heribert Schiedel)

Das Feindbild „Jude“ stiftet Sinn, wo keiner ist, und darum haben manche den Antisemitismus zu Recht mit Religion verglichen. Wenn es stimmt, dass der Antisemitismus viel mehr ist als die Summe antijüdischer Vorurteile, nämlich eine umfassende, quasi-religiöse Weltanschauung, die mit der entsprechenden Leidenschaft vertreten wird, dann eignen sich rationale Widerlegungen dieser Vorurteile zu seiner Bekämpfung nur sehr eingeschränkt. Der Antisemitismus hat seine Ursachen nicht bei den realen Jüdinnen und Juden, sondern im spätbürgerlichen Subjekt: Der Antisemitismus hilft diesem (insbesondere in Krisenzeiten) gegen soziale und neurotische, bis ins Paranoide steigerbare Angst. Als personalisierende Pseudoerklärung undurchsichtiger Verhältnisse wächst er in dem Ausmaß, in dem sich das Subjekt diesen Verhältnissen als ohnmächtig und hilflos ausgeliefert sieht. Wenn etwas in der Lage zu sein scheint, den Antisemitismus zu bekämpfen, dann ist es immer noch die Aufklärung. Jedoch nicht die über die anderen, die Objekte des Hasses, sondern Aufklärung über einen selbst und über die Herrschaft, unter der zu leben ist.

Workshop zu Antisemitismustheorien und anti-antisemitischen (politisch-pädagogischen) Praxen

Basics des Emanzipatorischen (Robert Misik)

Emanzipation ist seit jeher ein Schlüsselbegriff progressiver Bewegungen. Die Stichworte die man dazu geben kann: Emanzipation aus „selbstverschuldeter Unmündigkeit“ – also Aufklärung; Emanzipation aus (relativer) Rechtlosigkeit; Emanzipation aus repressiven Verhältnissen; aber auch Emanzipation aus subtilen Unterdrückungen, etwa eines drückenden Konformismus. All das hat in der Geschichte Emanzipationsbestrebungen inspiriert – beginnend mit den Emanzipationsbestrebungen der Juden, den Freiheitspathos der frühen Arbeiterbewegung, der Bürgerrechtsbewegungen in den USA bis hin zur Lesben- und Schwulenbewegung der vergangenen Jahre. Aber es gibt Ambivalenzen des Emanzipatorischen, die sich in den vergangenen zwanzig Jahren auch nicht mehr übersehen lassen. Mit dem Streben der Menschen, „ihr Ding“ machen, nach ihrer eigenen Fasson glücklich werden zu wollen, hat der zeitgenössische Kapitalismus prima zu leben gelernt. Für jeden Lebensentwurf werden Waren angeboten. Die relativ homogenen, konformistischen Gesellschaften haben sich in Gesellschaften verwandelt, die in verschiedenste Lifestyle-Communities zerfallen. Das untergräbt ein anderes Ideal progressiver Politik: den Egalitarismus. Kann man Diversity und Gleichheit zugleich haben? Das ist eine der heutigen Schlüsselfragen, auf die linke Politik eine Antwort haben muss.

Bildung, Aufklärung und Emanzipation (Michael Hewener)

In diesem Workshop soll es um Bildung, Aufklärung und Emanzipation gehen. Drei schwierige Begriffe, die wir klären und zueinander ins Verhältnis setzen wollen))

1. In einem ersten Teil soll es um eine kleine Geschichte der Aufklärung gehen. Anfangend beim Mythos werden wir uns das Zeitalter der Aufklärung genauer anschauen, dann einen Zwischenstopp bei der „Dialektik der Aufklärung“ machen und schließlich bei moderner Theorie ankommen.

2. Anschließend soll es darum gehen auf theoretischer Ebene den Zusammenhang zwischen Bildung, Aufklärung und Emanzipation herauszuarbeiten. Theoretisch allerdings nur soweit, als dass klar ist, dass Emanzipation nie etwas Abstraktes ist, sondern sich stets im Verhältnis zur Gesellschaft in der wir leben bestimmt. An dieser Stelle werden wir auch über die Frage reden müssen, was Demokratie und Elite damit zu tun haben.

3. Nachdem wir dann einen Begriff einer emanzipatorischen Bildung entwickelt haben, werden wir uns – um nicht am langen Ast des schönen Gelabers zu verhungern- damit beschäftigen, wie ein solcher Begriff in die aktuellen bildungspolitischen Kämpfe eingebracht werden kann.

Ausdrücklich soll betont werden, dass dies ein Workshopvorschlag ist, wir aber je nach Interesse der TeilnehmerInnen auch etwas umbauen können.